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Fussballgedanken

Hoeneß bald nicht mehr Bayern-Manager - ein längst überfälliger Schritt?

In wenigen Tagen geht die Ägide von Uli Hoeneß zu Ende. Am 27. November 2009, dem Tag der diesjährigen Jahreshauptversammlung, wird Ex-Profi Christian Nerlinger den Posten des Wurstfabrikanten als Manager des FC Bayern München übernehmen. Dennoch wird sich Hoeneß natürlich nicht wirklich aus der Spitze des über die Jahrzehnte erfolgreichsten deutschen Profi-Fußballclubs zurückziehen, sondern er übernimmt als Nachfolger des "Kaisers" die Präsidentschaft des Vereins, sofern er auf der Jahreshauptversammlung von den Mitgliedern auf diesen Posten gewählt wird. Dem Vernehmen nach wird Hoeneß auch den Chefsessel des Aufsichtsrates der FC Bayern München AG übernehmen, den bis dato ebenfalls noch Franz Beckenbauer inne hat.

Nun mag man die Frage stellen, ob diese Entwicklung angesichts der derzeitigen schwierigen Situation, in denen sich der FC Bayern befindet, zu begrüßen ist. Nicht selten hört und liest man dieser Tage von der Presse Fragen danach, ob Hoeneß vielleicht doch noch als Bayern-Manager weiter macht und den in diesem Job vergleichsweise unerfahrenen Nerlinger doch noch nicht ans Steuer lässt.

Ich hoffe nicht, dass es so kommt, sondern dass es beim Hoeneß-Rücktritt bleibt. Denn dieser Schritt ist meiner Meinung nach schon lange überfällig! Hoeneß hat ohne Zweifel über die Jahrzehnte hinweg große Verdienste für den Club erworben, aber die letzten Jahre - insbesondere die letzten beiden Jahre - haben meiner Meinung nach gezeigt, dass seine beste Zeit als Manager u.a. für den Sportlichen Bereich eines Fußballclubs schon lange hinter ihm liegt. Er lebt von seinen Erfolgen aus der Vergangenheit und ist meiner Ansicht nach schon länger nicht mehr in der Lage, die Zeichen der Zeit zu erkennen und darauf entsprechend zu reagieren.

Besonders deutlich wurde das insbesondere in diesem Jahr. Im Sommer, als viele - sowohl Experten als auch Fan-Gemeinschaften - die Erfordernis der Verpflichtung eines Spielmachers für den FC Bayern sahen und forderten, den Holländer Rafael van der Vaart nach München zu holen, wischte Hoeneß die diesbzgl. guten Ratschläge hinweg mit der Begründung, van der Vaart sei kein Mittelfeldspieler, sondern Stürmer. Das ist wohl eine in den Augen vieler Kenner der Szene, die über Jahre hinweg Woche für Woche die tollen Leistungen des Holländers als Spielmacher des HSV bewundern durften, ziemlich absurde und schwer nachvollziehbare Ansicht.

Auch die Art und Weise des Umgangs mit der absolut berechtigten Kritik von Philip Lahm an der Transferpolitik des FC Bayern in den letzten Jahren wurde von Hoeneß öffentlich nicht ernst genommen, zumindest setzte er sich damit nicht wirklich inhaltlich auseinander, sondern erklärte - natürlich ohne eine plausible Begründung zu nennen - einfach so, dass Lahm zu 90% Unrecht habe. Gut, man kann nachvollziehen, dass Hoeneß hier keine plausible Begründung nannte, denn dort, wo es keine solche gibt, kann man sie auch nicht nennen. Da den Bayern-Bossen als Reaktion auf die Lahm-Kritik nicht viel mehr einfiel als unbegründete Dementis und saftige Geldstrafen, muss man als Bayern-Fan wohl befürchten, dass diese Kritik ohne weitere Konsequenzen verpuffen wird. Das löst zwar keine Probleme, aber es ist offenbar für gewisse Leute die bequemste Vorgehensweise.

Schließlich sollte man noch auf den Umgang mit dem aktuellen Bayern-Trainer van Gaal schauen. Der wurde von Hoeneß & Co. im Sommer als erfahrener Fußball-Lehrer angepriesen, man wollte nach dem misslungenen Experiment Klinsmann einen namhafteren und erfolgreicheren Trainer holen und an alte Erfolge anknüpfen. Aber hat man diesem Trainer die nötige Unterstützung und Rückendeckung, die er benötigt, entgegengebracht? Nein, hat man leider nicht. Gerade in dieser Woche - vor dem wichtigen Spiel gegen Spitzenreiter Leverkusen - hatte Hoeneß leider nichts Besseres zu tun, als den Trainer öffentlich via "Bild" zu kritisieren und zu belehren. Selbst für den Fall, dass an dieser Trainer-Kritik inhaltlich partiell etwas dran sein sollte, ist diese Vorgehensweise meiner Meinung nach ein Ding der Unmöglichkeit, denn als Vereinsführung muss man dem Trainer in solch einer Situation volle Rückendeckung geben. Eigentlich wäre hier nun eine Geldstrafe für Hoeneß fällig, denn bekanntlich bekam Lahm selbige ja, weil öffentliche Kritik am Trainer bei den Bayern tabu sei.

Hoeneß gab darüber hinaus öffentlich zu Protokoll, welches System der FC Bayern spielten sollte, nämlich ein 4-4-2 mit zwei sog. Sechsern. Das habe man (angeblich) vor Saisonbeginn mit dem neuen Trainer so abgesprochen. Damit schiebt man dem Trainer öffentlich den "Schwarzen Peter" zu, denn dieser Trainer ließ ja bekanntlich lange ein 4-3-3 spielen, was auch in manchen Spielen gar nicht so schlecht aussah und angesichts der (relativ späten) Neuverpflichtung des Holländers Arjen Robben auch auf der Hand lag, wenn man auf der anderen Seite einen Ribery stürmen lassen kann. Leider hatte van Gaal dadurch, dass Robben erst sehr spät - nach Saisonbeginn - verpflichtet wurde, nicht die Möglichkeit, rechtzeitig ein geeignetes System zu finden und die Mannschaft gut darauf einzustellen.

Außerdem versäumten es Hoeneß & Co., wichtige Schwachstellen in der Mannschaft abzustellen. Es wurde insbesondere darauf verzichtet, einen Spielmacher wie van der Vaart zu holen, der für diverse Systeme wichtig gewesen wäre, und man holte auch keinen starken Rechtsverteidiger. Stattdessen hielt man an diversen sehr gut bezahlten Profis, die schon jahrelang keine berauschenden Leistungen mehr zeigen, fest, an Profis, die als Alternativen für die verletzungsbedingt ausfallenden Kreativspieler wie Ribery und Robben schlicht und einfach untauglich sind. Zu allem Überfluss hat man dann auch noch mehrere gute junge Eigengewächse ziehen lassen, die nun die Konkurrenz verstärken, zuletzt Hummels und Kroos.

Das alles wäre ja noch nicht so schlimm, wenn man wenigstens noch den Eindruck hätte, dass Hoeneß kritikfähig wäre und aus Fehlern der Vergangenheit lernen würde. Da aber leider immer die gleichen Fehler wiederholt werden und berechtigte Kritik wie die von Philip Lahm ziemlich dreist als "lächerlich" abgetan wird, gibt es leider keine Anzeichen auf Besserung.

Das alles bringt mich zu der Ansicht, dass der Wechsel auf dem Manager-Posten des FC Bayern keinen Tag zu früh stattfindet. Es steht allerdings zu befürchten, dass sich auch in Zukunft wenig zum Positiven hin ändern wird, denn zum einen fährt leider Bayern-Chef Rummenigge bekanntlich den gleichen Kurs wie Hoeneß, und zum anderen ist es zweifelhaft, dass Neu-Manager Christian Nerlinger schon jetzt ein ausreichendes Standing hat, um Fehler wie die seines Vergängers zu vermeiden...sofern er das überhaupt kann und will.

19:53 - 22.11.2009 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar


Die Kahn-Nachfolge - Schafft es Rensing?

Stand heute wird Oliver Kahn noch maximal 6 Pflichtspiele für den FC Bayern absolvieren, dann ist Schluß mit seiner aktiven Karriere als Spieler.

Als Nachfolger steht Michael Rensing schon seit Jahren in den Startlöchern, dem die Verantwortlichen des FC Bayern schon vor Jahre zugesagt haben, eine Chance als Nachfolger von Kahn als Nr. 1 imTor der Münchner zu bekommen. Diese Chance steht nun in gut 2 Monaten an.

Auch einen Ersatzkeeper suchen die Bayern derzeit noch. Dem Vernehmen nach soll es ein "älterer Keeper" sein, der als nominelle Nr. 2 geholt werden soll. Mehrere Namen von Kandidaten geistern bereits durch die Presse, darunter u.a. der des australischen Nationaltorhüters Mark Schwarzer.

Es stellt sich nun die Frage, wie voraussichtlich die Entwicklung im Tor des FC Bayern im Jahr 1 nach der laaaangen Ära Kahn verlaufen wird?! Es muss dabei nicht nur ein Keeper ersetzt werden, sondern die Fußstapfen von Kahn sind erheblich größer. Seine besten Jahre, in denener der weltbeste Keeper war, sind zwar schon eine Weile her, aber er ist immer noch einer der besten Keeper. Kahn war/ist auch ein Leader, jemand, der das Team mitreißen konnte und kann. Auch daran wird sein Nachfolger in gewisser Weise früher oder später gemessen werden, ob er nun will oder nicht. Man wird von einem jungen Keeper wie Rensing zwar sicher nicht erwarten, dass er gleich ein Leader sein wird und das Team mitreißt, aber man wird auch von ihm erwarten, dass er ein starker Rückhalt ist und Souveränität ausstrahlt, denn so etwas gehört zu den Fähigkeiten, die ein Torwart eines Spitzenteams besitzen muss.

Da man in München offenbar als Ersatzkeeper einen älteren Spieler verpflichten will, wird dieser vermutlich keine Konkurrenz für Rensing sein. Allerdings wird auch Rensing - genau wie der gesamte "neue" FC Bayern inkl. dem neuen Coach Klinsmann - in der neuen Saison unter besonderem Erfolgsdruck stehen. Das ist bei jedem Spitzenverein so, der FCB macht da keine Ausnahme. Wer dort im Tor steht, steht auch im Medienfokus wie kaum ein anderer Keeper in Deutschland, erst recht im Jahr 1 nach Kahn. Daher wird es für Rensing nicht nur auf seine sportlichen Fähigkeiten ankommen, sondern er muss auch mentale Stärke und Nervenstärke zeigen. Gerade in der Anfangsphase der neuen Saison wird es für ihn schon darauf ankommen, Sicherheit auszustrahlen und möglichst fehlerfrei zu spielen. Nur so kann er - bei Trainer und Fans - Vertrauen in seine Person aufbauen.

Falls Rensing hingegen gerade in der Anfangsphase der neuen Saison kein guter Rückhalt des Teams sein wird und erkennbar schwächer spielen sollte als Kahn in seinen letzten Jahren in München, dann wird er meiner Meinung nach nicht lange Stammkeeper beim FC Bayern bleiben, da es sich Neu-Coach Klinsmann nicht leisten könnte, einen Unsicherheitsfaktor imTor längerfristig zu dulden. In diesem Fall könnte dann meiner Meinung sogar ein - in den nächsten Wochen von Neu-Coach Klinsmann ausgesuchter - Ersatzkeeper eine Chance auf den Platz als Nr. 1 im Bayern-Tor bekommen, denn Klinsmann wird sich sicherlich jemanden aussuchen, der seine Anforderungen an einen Keeper erfüllt, auch wenn es wirklich ein älterer Spieler sein sollte.

21:04 - 28.4.2008 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar


Ein denkwürdiger Abend...

...war das vorgestern im etwas tristen Madrider Vorort Getafe. Vielleicht wird dieses Spiel in die Fussball-Geschichte eingehen, was meiner Meinung nach zumindest aus deutscher Sicht für den Fall, dass die Bayern den Uefa-Pokal gewinnen sollten, durchaus möglich wäre.

Eines ist klar: Die Leistung der Münchner Bayern an diesem Abend war in vielerlei Hinsicht enttäuschend. Es gab viele unnötige und leichtfertige Fehlpässe, viele verlorene Zweikämpfe, kaum gute Ideen und Kreativität, einige schwache Abwehrleistungen hinten und etliche vergebene gute Torchancen vorne.

Natürlich hatten die Münchner erheblich mehr Spielanteile und die besseren Chancen, und der Gegner beschränkte sich weitgehend darauf, die Räume eng zu machen und wenige - allerdings effizient vorgetragene - Konter zu fahren. Im Grunde genommen hatten die Spanier in diesem Spiel nur vier gute Torchancen, davon verwandelten sie drei. Der tendenziell unberechtigte Platzverzeis für De la Red (er war nicht wirklich letzter Mann) schien die Spanier anzustacheln und die Bayern irgendwie seltsam zu lähmen.

Viele Spieler der Münchner erreichten an diesem Abend nicht mal Normalform. Demichelis, oftmals in dieser Saison eine Säule im Defensivspiel der Bayern, verschuldete wie im Hinspiel maßgeblich den ersten Getafe-Treffer. Das Mittelfeld blieb komplett blass, und vorne waren Klose und der später eingewechselte Podolski ebenfalls keine Bereicherung des Spiels. Sogar Luca Toni, der am Ende der Verlängerung zum Matchwinner wurde, vergab etliche gute Torchancen, insbesondere mit dem Kopf.

Unter'm Strich war das Weiterkommen der Müncher dennoch berechtigt, wenn man auch das Hinspiel - welches sie eigentlich mit mindestens 2 Toren Unterschied hätten gewinnen müssen - berücksichtigt. Falls die tapferen Spanier nun mit ihrem Schicksal kurz vor dem Schlußpfiff des Rückspiels hadern sollten, so sollten sie dabei nicht vergessen, dass sie es waren, die im Hinspiel kurz vor Schluß einen unberechtigten Ausgleich erzielen konnten. So ist das halt im Fussball: Irgendwann gleicht sich alles wieder aus...manchmal schon 1 Woche später.

21:01 - 12.4.2008 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar


Sieg oder Scheitern

Heute ist es nun soweit, das Rückspiel der Bayern beim spanischen Vertreter FC Getafe steht an. Werden die Münchner das Spiel gewinnen oder ein Unentschieden mit mindestens zwei Toren holen, was für einen Halbfinal-Einzug reichen würde? Oder folgt eine Neuauflage der zuletzt schwachen Auswärtsleistungen in Cottbus und Nürnberg, was höchstwahrscheinlich eine Niederlage und somit das Aus im Uefa-Cup zur Folge haben würde?

Möglicherweise ist es sogar ein Vorteil, dass die Bayern von vornherein wissen, dass sie mindestens ein Tor schießen müssen, da sie bei einem 0:0 ausscheiden würden. Sie können daher gleich mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen und Getafe von Beginn an ihr Spiel aufzwingen, d.h. aus einer soliden Defensive heraus das Spiel kontrollieren und vorne geeignete Chancen herausspielen. Diese Chancen müssten allerdings unbedingt verwertet werden, anders als in der starken Phase der Münchner zu Beginn des Hinspiels, als sie zwar drückend überlegen waren, aber nur ein einziger Treffer heraussprang.

In den Medien wird derzeit spekuliert, ob die Bayern neben Toni mit Podolski oder mit Klose im Angriff antreten werden, vielleicht auch mit beiden. Letzteres würde möglicherweise auf ein 4-3-3-System hinauslaufen, was allerdings meiner Meinung nach zu offensiv wäre. Wichtiger wäre es meiner Meinung nach, zunächst einmal die Kontrolle im Mittelfeld sicherzustellen, dann ergäben sich vorne Torchancen quasi wie von selbst. Vielleicht wäre also - da man auswärts spielt - ein 4-5-1-System mit Toni als einziger Spitze die beste Variante, mit solch einem System ist man schließlich zu Saisonbeginn etliche Male recht gut gefahren. Getafe ist darüberhinaus eine spielerisch gute Mannschaft, die mitspielen möchte, und gegen solche Gegner ist es wichtig, die Oberhand im Mittelfeld zu erlangen.

Wie ich schon schrieb, stehen die Chancen der Bayern im Rückspiel meiner Meinung nach "nur" bei ca. 40:60. Es wird wichtig sein, dass die zuletzt teilweise sehr wackelige Defensive der Münchner besonders konzentriert und organisiert zur Sache geht. Sollte das gelingen und sollte die Verwertung der - sicherlich vorhandenen - Chancen diesmal im akzeptablen Bereich liegen, dann wäre ein Weiterkommen der Bayern durchaus möglich.

00:10 - 10.4.2008 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar


Bulldogge

Wenn man heute in die Online-Ausgabe einer bekannten Boulevard-Zeitung, deren Namen aus vier Buchstaben besteht, schaut, dann kann man dort lesen, dass in der spanischen Sportzeitung Marca ein Spieler vom FC Getafe - dem Gegner der Münchner Bayern im Uefa-Cup - gesagt hat, dass Bayern-Keeper Kahn "das Gesicht einer Bulldogge" habe.

I
ch denke, nicht nur Kahn selbst wird diese Schlagzeile lesen, sondern andere Bayern-Spieler auch. Also, liebe Spanier, macht nur mal weiter mit eurer kleinen Hetzkampagne, denn das dürfte der Motivation der Münchner im Rückspiel sicherlich nicht gerade abträglich sein.

Wer eine Bolldogge reizt, der sollte aufpassen, dass er nicht gebissen wird!

21:50 - 7.4.2008 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar


FC Bayern - VfL Bochum 3:1

Die gestrige Partie der Münchner Bayern gegen den VfL Bochum hat letztendlich wenig neue Erkenntnisse gebracht, sondern primär längst bekannte Weisheiten bestätigt:
  • Bochum kann in München nur alle Jubeljahre mal gewinnen.
  • Ribery braucht dringend mal 'ne Pause.
  • Van Bommel lernt einfach nicht, wie man klug spielt, wenn ein Platzverweis droht.
  • Podolski kann einem Klose nur dann das Wasser reichen, wenn Letztgenannter eine schwere Formkrise hat.
Angesichts der Tatsache, dass die Bayern in dieser Saison eine erheblich höhere Belastung hatten als ihr Gegner und zu allem Überfluß nach dem unnötigen Platzverweis von Van Bommel ca. 1 Stunde lang in Unterzahl spielen mussten, war das Drehen des Spiels durch die Münchner nach der frühen Führung des Gastes gewiß keine Selbstverständlichkeit. Allerdings hätte Ribery mit seinen beiden erstklassigen Torchanchen die Bayern schon recht früh in der 1. Halbzeit auf die Siegerstraße bringen könnten.

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit sah es meiner Meinung nach so als, als seien die Bayern platt. Verwundert hatte mich das nicht, ich hatte nach dem Spiel gegen Getafe am vergangenen Donnerstag - als den Bayern ebenfalls in der 2. Halbzeit die Puste auszugehen schien - mit soetwas gerechnet. Die Bochumer konnten daraus allerdings kein Kapital schlagen, die Bayern fanden sich wieder und spielten den verdienten Sieg heraus. Der Handelfmeter zum 2:1 war dabei selbstverständlich absolut berechtigt, und der alles entscheidende Treffer zum 3:1 wurde meiner Meinung nach durch Klose mit einer genialen Aktion vorbereitet. Weitere gute Chancen vergab der gestern glücklose Luca Toni.

Überhaupt war der Ex-Bremer Klose nach seiner Einwechselung meiner Meinung nach der beste Bayern-Spieler auf dem Platz. Er stellte den zuvor blass gebliebenen Podolski deutlich in den Schatten. Ich hoffe, dass Klose nun das ihm zuletzt fehlende Selbstvertrauen getankt hat und in den nächsten Wochen und Monaten wieder zu seiner Bestform zurück findet.



01:00 - 7.4.2008 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar


An der Bundesliga-Spitze...

...tummelt sich dieser Tage so einiges, aber der wichtigste Kampf - der um Platz 1 - scheint schon fast entschieden. Denn neun Punkte Vorsprung bei noch sieben ausstehenden Spieltagen sind schon ein recht komfortables Polster für den FC Bayern. Das Restprogramm
  • Dortmund (H)
  • Frankfurt (A)
  • Stuttgart (H)
  • Wolfsburg (A)
  • Bielefeld (H)
  • Duisburg (A)
  • Berlin (H)
der Münchner mit vier Heimspielen und nur noch drei Auswärtsspielen beinhaltet zudem mit dem VfB Stuttgart nur noch 1 Gegner, der seinerseits noch zur (erweiterten) Tabellenspitze gezählt werden kann.

Im Kampf um die Plätze 2 und 3 hat der FC Schalke 04 an diesem Wochenende einen wichtigen Schritt nach vorne getätigt, wohingegen der Hamburger SV wohl als "Verlierer des Wochenendes" bezeichnet werden kann. Lange Zeit sah es so aus, als wären die Hanseaten der hartnäckigste Verfolger der Bayern, aber nun könnten sie schon am nächsten Spieltag leicht aus den CL-Plätzen hinaus fallen.

In Gelsenkirchen sollte man meiner Meinung nach nun endlich mal einsehen, dass man mit Slomka einen Coach hat, der angesichts des ihm zur Verfügung stehenden Kaders - denn die Knappen haben meiner Meinung nach von der Summe der Einzelspieler her das schwächste Personal unter den Spitzenteams -  das Optimum - nämlich die erneute Teilnahme an der CL - erreichen kann.

00:43 - 7.4.2008 - Kommentare {2} - Schreibe einen Kommentar


Ein wichtiges Treuebekenntnis...

...erreichte gestern die zuletzt nicht gerade von positiven Nachrichten und Ergebnissen verwöhnten Werderaner aus Bremen: Nationalspieler Per Mertesacker, der zuletzt auch mit den Münchner Bayern in Verbindung gebracht wurde, hat in einer TV-Sendung erklärt, seinen noch bis 2010 laufenden Vertrag in Bremen erfüllen zu wollen und sich nicht mit Wechselgerüchten beschäftigt zu haben.

Ein solches Treuebekenntnis ist sicherlich für seinen Verein wichtig, denn der Ex-Hannoveraner ist einer der wichtigsten Spieler an der Weser, auch wenn er zuletzt meiner Meinung nach teilweise relativ schwache Form zeigte. Mittelfristig wird er aber - davon bin ich fest überzeugt - wieder zu seiner guten Form zurückfinden und wieder hervorragende Leistungen zeigen.

Davon würde auch die Nationalelf profitieren, wo Mertesacker ja im kommenden Sommer ein oder zwei Dinge erledigen muss.

16:03 - 5.4.2008 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar


Einen Vorgeschmack...

...auf die neue Saison beim FC Bayern liefert meiner Ansicht nach die aktuelle öffentliche Kritik, die bereits zu einem derart frühen Zeitpunkt am zukünftigen Bayern-Coach Jürgen Klinsmann aus dem Kreise seiner Ex-Kollegen geübt wird. Wie die genannte Quelle besagt, vertritt z.B. Oliver Kahn die Ansicht, dass die Anwesenheit von Klinsmann bei den Spielen des FC Bayern während der aktuellen Rückrunde "für Ablenkung sorgt" und "kein guter Stil" sei.

Ist diese Kritik richtig? Meiner Meinung nach nicht. Denn wenn sich der zukünftige Coach in einer Phase, in der er bereits Planungen und Vorbereitungen für die neue Saison durchführen muss, auch einmal live im Stadion ein Bild von seinem zukünftigen Team macht, so ist das meiner Meinung nach absolut vernünftig und in keiner Weise verwerflich. Mir ist außerdem auch nicht klar, wieso es die Mannschaft in der momentanen Phase kontraproduktiv "ablenken" soll, wenn der zukünftige Trainer auch mal auf der Tribüne sitzt und nicht "nur" vor dem Fernseher.

Wer der Ansicht ist, dass solch eine Vorgehensweise aufgrund ihrer Seltenheit kritikwürdig sei, der ignoriert meiner Meinung nach die Tatsache, dass es eher selten vorkommt, dass ein neuer Chef-Coach eines Spitzenclubs bereits etliche Monate vor Saisonbeginn bestimmt wird. Denn wenn es diesen Vorgang häufiger geben würde, dann könnten sich auch erheblich mehr Trainer rechtzeitig so professionell und umfassend auf ihre neue Tätigkeit vorbereiten, wie es Klinsmann meiner Meinung nach derzeit zu tun scheint.

20:25 - 4.4.2008 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar


Germany: 1 Point

Drei Heimspiele, ein Punkt. Eine ernüchternde Woche für die Bundesliga-Vereine im internationalen Geschäft neigt sich ihrem Ende zu. Vorgestern die nicht ganz unerwartete Niederlage der Schalker gegen das Star-Ensemble aus Barcelona, gestern dann zuerst die meiner Meinung nach absolut überraschende Blamage der Leverkusener gegen St. Petersburg, gefolgt von der gefühlten Niederlage der Bayern beim 1:1 gegen Getafe.

Wie konnte Bayer Leverkusen eine solche Heimschlappe erleiden? Unbegreiflich. Kaum ein Spieler erreichte auch nur annähernd Normalform, man lief dem flinken und taktisch geschickt agierenden Gegner ins offene Messer...einem Gegner, der nicht gerade zum Who is Who des europäischen Fussballs zählt und der auch aus keiner der europäischen Top-Ligen stammt. Das Rückspiel in Russland ist somit nur noch Formsache.

Die Münchner hingegen zeigten wenigstens phasenweise gute Leistungen, insbesondere bis zum 1:0. Danach zog man sich wieder mal zu früh zurück und ließ den Gegner - ebenfalls nicht gerade ein Großer des europäischen Fussballs - ins Spiel kommen. Je länger das Spiel dauerte, desto selbstbewußter wurden die Spanier und desto unsicherer wurde die Hintermannschaft der Bayern. Dennoch gab es mehr als genug hervorragende Konterchancen für München, die allerdings allesamt vergeben wurden, teilweise durchaus kläglich.

So kam es, wie es kommen musste: Nach einem kollektiven Schwächeanfall in der Münchner Hintermannschaft, welcher gekrönt wurde durch einen Querschläger von Demichelis zu einem freistehenden Getafe-Spieler, fiel kurz vor Ende der regulären Spielzeit der mittlerweile verdiente Ausgleich für die Spanier.

Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass Schalke und Leverkusen schon so gut wie ausgeschieden sind und die Chancen der Bayern auf ein Erreichen des Halbfinales meiner Meinung nach bestenfalls noch bei 40:60 stehen.

00:27 - 4.4.2008 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar


Versprochen ist versprochen?

Seit heute berichten einschlägige Medien darüber, dass Torwart Robert Enke zu Beginn der neuen Saison von Hannover 96 zu Bayern München wechseln könnte. Ist das nur ein Gerücht unter vielen oder ist da mehr dran? Zur Beantwortung dieser Frage lohnt sich ein Blick auf die Fakten, die für bzw. gegen einen Wechsel von Enke nach München sprechen.

Dagegen spricht meiner Meinung nach nur, dass angeblich die Verantwortlichen des FC Bayern schon lange dem jetzigen Ersatz-Torhüter Michael Rensing den durch das Karriere-Ende von Oliver Kahn bald frei werdenden Platz im Tor versprochen haben. Falls dieses Versprechen tatsächlich gegeben wurde, so wurde es zwar nicht vom zukünftigen Chef-Coach Jürgen Klinsmann gegeben, aber immerhin von dessen (zukünftigen) Vorgesetzten in der Vereinsführung.

Für den Wechsel sprechen hingegen gleich mehrere Dinge. Zum einen kennt der zukünftige Torwart-Trainer der Münchner, Walter Junghans, den Noch-Hannoveraner Enke bereits aus der gemeinsamen (erfolgreichen) Zeit in Portugal bei Benfica Lissabon. Zum anderen haben die 96er dieser Tage die Verpflichtung von U21-Nationaltorwart Florian Fromlowitz (derzeit noch beim 1. FC Kaiserslautern) bekannt gegeben, was meiner Meinung nach sehr danach aussieht, als hätte man in Hannover bereits einen talentierten jungen Nachfolger für Enke gesucht und gefunden. Außerdem muss man davon ausgehen, dass
Fromlowitz wohl kaum nach Hannover wechseln würde, wenn ihm dort noch 2 Jahre lang ein starker und erfahrener Keeper wie Enke "vor der Nase sitzen" würde.

Last, but not least, sind meiner Meinung nach auch die in dieser Saison längst nicht immer überzeugenden Leistungen von Rensing in seinen (wenigen) Einsätzen beim FC Bayern ein Indiz dafür, dass sich Klinsmann vermutlich nach einem anderen Keeper umschauen will. Da er selbst nicht derjenige war, der Rensing die Nachfolge von Kahn versprochen hat, wäre das auch sein gutes Recht.

Unter'm Strich erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass dieser Wechsel zustande kommen wird. Natürlich könnte er am Veto von Hannover 96 scheitern, aber eine geeignete Ablösezahlung - der Marktwerkt von Enke wird auf 8 Mio. Euro geschätzt - sowie die Aussicht, mit Fromlowitz bereits einen guten Nachfolger verpflichtet zu haben, sollte die 96er milde stimmen können.

Und Rensing...tja, der wäre sicherlich der Verlierer dieses Transfers. Er müsste sich dann entscheiden, ob er sich weiterhin - für vermutlich gutes Geld -  als Bayern-Ersatzkeeper verdingen oder lieber eine neue Herausforderung bei einem anderen Verein suchen würde, denn ich denke, die Bayern-Verantwortlichen würden ihm bei einem Wechselwunsch keine Steine in den Weg legen.

Man darf gespannt sein, was passieren wird. Vielleicht verlängert ja auch Oliver Kahn nächste Woche seinen Vertrag noch mal um 5 Jahre. 

18:25 - 3.4.2008 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar


Bayern-Wetter

Die Situation des FC Bayern München erinnert dieser Tage an die Wetterlage der jüngeren Vergangenheit: Nach stürmischen und ungemütlichen Wochen und Monaten zuletzt vermehrt Sonnenschein, gelegentlich unterbrochen von leichter Bewölkung und Niederschlag.

In der Bundesliga fragt man sich wohl nicht nur an der Säbener Straße, ab man aufgrund der eigenen Stärke oder eher aufgrund der mittlerweile konstant schwächelnden Konkurrenz mit einem scheinbar relativ komfortablen Vorsprung an der Tabellenspitze steht. Denn während die Werderaner ihre Form suchen und die Hamburger die Ostereier beim Gegner, konnte der FC Bayern enttäuschende Leistungen in Cottbus und Nürnberg - allerdings beide Male gegen stark aufspielende Gastgeber - locker verkraften, ohne dass nennenswerte Unruhe ausbrach...sehr ungewöhnlich für diesen Verein, aber möglicherweise auch dadurch erklärbar, dass der Trainerwechsel zum Saisonende schon längst abgemacht ist und somit selbst die sonderbare Aufstellung, die Hitzfeld in Nürnberg auf den Platz schickte, allenfalls in manchen Fan-Foren im Web
für Stirnrunzeln sorgte.

Nun steht morgen die erste Partie im Uefa-Cup-Viertelfinale gegen den spanischen No-Name Getafe an. Diesen Gegner darf man allerdings nicht unterschätzen, er hat in Spanien auch schon großen Teams wie dem FC Barcelona oder Real Madrid in einzelnen Duellen das Fürchten gelehrt. Getafe ist ein spielerisch starkes Kollektiv, welches man nicht unterschätzen darf. Zu erwarten ist, dass auf Bayern-Seite der zuletzt erstarkte Lukas Podolski den Vorzug vor Miro Klose bekommt, der nach einem kleinen Zwischenhoch offenbar wieder auf sein - meiner Meinung nach seit Anbeginn des Vorjahres oftmals gezeigtes - Regionalliga-Niveau zurückgefallen ist.

Am kommenden Sonntag geht es dann für die Bayern gegen den VfL Bochum, der in München in der Vergangenheit ungefähr so erfolgreich war wie Stefan Raab im Frauen-Boxen. Der Gegner darf zwar auch hier nicht unterschätzt werden, aber alles andere als ein Heimsieg wäre eine Sensation.

Es sieht also derzeit eigentlich alles weiter nach Sonnenschein aus. Aber Vorsicht...der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage ja wieder mal einen kleinen Wetterumschwung voraus!

00:46 - 2.4.2008 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar


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